Donnerstag, 30. Juni 2016

Barfußschuhe selbstgemacht

Der Sommer ist da und schon sind wir nicht zu bremsen und verbringen die Tage draußen (das ist wohl ein Grund, warum hier auf dem Blog gerade weniger passiert ;).

Meine Jungs laufen schon immer gerne barfuß und seit letzten Sommer tue ich es auch vermehrt, am liebsten im Wald oder auf Naturwegen, aber auch in der Stadt und beim Einkaufen. Es ist spannend und macht Spaß, die verschiedenen Untergründe mit den Füßen zu erforschen: ist der Boden hart oder weich, nass oder trocken, glatt oder picksig, warm oder kalt.

Neben der Schulung der Sinne und der Freude, die wir dabei haben, gibt es einige gesundheitliche Gründe, warum das Barfußlaufen so gut tut. Barfußlaufen stärkt die Fußmuskulatur, stabilisiert den Fuß und schützt die Achillessehnen. Es kann Fußfehlstellungen, z.B. Platt-, Senk-, Spreizfuß, verbessern und wirkt Rückenschmerzen entgegen.

Wenn wir Kleinkinder ohne Schuhe beim Laufen beobachten, werden wir feststellen, dass sie dies im Vorderfußgang/ Ballengang tun. Sie kommen also zuallererst mit dem Ballen auf und dann erst mit der Ferse. Wenn du dich näher darüber informieren möchtest, auf youtube.de gibt es diverse Videos zum Thema Ballengang.

Nun praktizieren wir schon eine Weile den Ballengang und haben uns schon ganz gut daran gewöhnt. Ich merke, dass ich viel mehr in meiner Mitte im Körper bin, klarer und ruhiger handeln kann.
Da es sich besser im Ballengang läuft, wenn Schuhe mit sehr dünner Besohlung und ohne jeglichen Absatz getragen werden, sind wir bisher entweder barfuß oder in normalen flachen Schuhen gelaufen.

Bis letzten Sonntag...


Wir haben uns Barfußschuhe genäht/ gebastelt!!!
Jetzt können wir auch auf schwierigen Untergründen barfuß laufen, die es für meinen Sohn eigentlich gar nicht gibt, er ist abgehärtet genug, wollte sich aber auch so gerne ein paar Schuhe selbst machen ;). Meinen Füßen jedoch ist es an sehr sommerlichen Tagen zu heiß an den Sohlen und so bin ich glücklich, für den Notfall ein paar "Schuhe" dabei zu haben, die es möglich machen, im Ballengang zu laufen.


Kommen wir nun zur Anfertigung der Schuhe:

Zuerst haben wir unsere Füße jeweils auf ein Blatt Papier gestellt und den Umriss abgezeichnet. Diese Schablone übertrugen wir jeweils zweimal auf Lederreste (oder Kunstleder), um vier Lederzuschnitte für ein Paar Füße heraus zu bekommen.
Der Punkt zwischen den zwei ersten Zehen und jeweils unter dem äußeren und unter dem inneren Fußgelenkknöchel werden mit einem Stift markiert.
Die zwei Zuschnitte für den rechten Fuß werden aufeinander geklebt, ebenso wird mit den linken Sohlen verfahren.


Nun werden die aufeinandergeklebten Sohlen gelocht und zusammengenäht...



Du braucht hierfür einen Lochstanzer, eine Nadel und einen Faden deiner Wahl. Mit dem Stanzer lochst du den Rand rundherum mit einem kleinen Durchmesser. An den markierten Stellen werden mithilfe des Stanzers etwas größere Löcher für die spätere Schnürung gearbeitet.
So sehen die fertig genähten Schuhe nun aus...



Für die Schnürung kannst du ein Band/Kordel aus Jersey, Leder, Kunstleder, Schnürsenkel etc. verwenden und wenn du möchtest, schmückst du dir deine neuen Traumschuhe noch mit Perlen, Muscheln oder was dir sonst so einfällt.

Verschiedene sehr gute Anleitungen findest du auf youtube.de unter "Barfußschuhe oder Huaraches selber machen".

Ich wünsche euch einen schönen schuhfreien Sommer (oder einen mit ganz individuellen selbstgemachten Barfußschuhen ;)

Dienstag, 8. März 2016

Lace-Schultertuch aus Merinowolle

Zum Geburtstag meiner Schwester habe ich mir überlegt, ihr ein hübsches Schultertuch zu stricken. Es sollte natürlich zu ihrer Garderobe passen und nicht am Hals kratzen.

Entschieden habe ich mich für reine Merinowolle von Lanade in hellgrau. Die Anleitung fand ich auf www.ravelry.com unter Maluka.


Die Arbeit an diesem Tuch war sehr spannend und hat viel Spaß gemacht. Zuerst wird die Bordüre einzeln gestrickt, an welche dann rechte Maschen in verkürzten Reihen gearbeitet werden.
Zum Schluss wird das Tuch angefeuchtet und gespannt getrocknet.


Es ist ein schönes Gefühl, ein so feines Stück selbst gemacht zu haben.
Na dann, viel Spaß beim eventuellen Nachstricken!


Gestrickte Handwärmer/ Stulpen

Ein kleines Dankeschön an unsere Nachbarstochter, die sich in unserer Abwesenheit liebevoll um unsere Rennmäuschen gekümmert hat. Vielen lieben Dank!

Auf der Suche nach einer passenden Wolle für ein Paar kuschelige Stulpen bin ich auf diese wunderschöne weiche Wolle im Farbverlauf gestoßen.


Gestrickt habe ich die Handwärmer aus Recht- und Linksmaschen, so lange bis das Wollknäuel aufgebraucht war. Durch den Farbverlauf und die unterschiedlichen Muster wirken sie auch mit wenig Aufwand interessant.


Gefunden habe ich diese hübsche Idee hier aus verschieden farbigen Wollresten verstrickt.

Kuschelige Handwärmer/ Stulpen

Diese wärmenden Stulpen mit Mohair-Anteil wurden ein Geschenk für eine kleine 7-jährige Freundin. Sie hatte sich kurz vor Weihnachten "kuschelige blaue Handwärmer mit schönem Muster" von mir gewünscht.
Mit solch konkreten Wünschen kann ich super umgehen ;)


Das Muster besteht aus übereinander angeordneten Büschelmaschen, die den Stulpen ihr Volumen und somit ihre wärmende Eigenschaft geben. Eine angehäkelte Wellenborte sorgt für den "Mädchenchic" und ein Daumenloch für die Praktikabilität.


Dienstag, 8. Dezember 2015

Wonderchild

Es ist kalt, also können die Nadeln wieder klappern ;)
Dabei ist eine klitzekleine weiche Neugeborenen-Mütze für das vierte Baby meiner Freundin entstanden. Die Anleitung ist von Drops Design.



Die Mütze ist aus 70% Alpaka und 30% Maulbeerseide kraus rechts gestrickt. Sie wird quer gearbeitet mit stetigen Ab- und Zunahmen.
Sie ist sehr hübsch, ganz weich und es macht viel Spass, sie zu stricken!



Gehäkelte Filzschuhe (3)

Hier kommt nun der Nachtrag zu den gehäkelten Filzschuhen für meinen kleinen Sohn.

Nach dem Waschen in der Waschmaschine sahen sie so aus.

Laut Banderole der Filzwolle sollten sie 30-40% einlaufen. Das haben sie jedoch nicht getan. Dem Kleinen passen sie auf keinen Fall. Die Füße die hier in den Schuhen stecken, sind die meines großen Sohnes: auch dem sind sie zu groß...



So habe ich nun die Schuhe hinten aufgeschnitten, gekürzt und wieder zusammen genäht. Sie waren dann nochmal in der Waschmaschine und haben eine Schafwollsohle bekommen. Der Große freut sich :)

Bascettastern aus Transparentpapier

Bascettasterne gehören mit zu meinen Lieblingssternen. Wir schmücken mit ihnen gerne den Tisch, die Fenster und den Tannenbaum.
Dieses Jahr habe ich einen aus rotem Transparentpapier gefalten und ihn an einer Lampenfassung befestigt, damit er sein warmes Licht in unserer Stube verbreiten kann.

Origami Dreiecksschachtel

Letzten Winter schenkte mir eine Freundin eine hübsche Dreiecksschachtel, gefaltet nach Origami-Vorlage.
Mich hat es schon lange in den Fingern gejuckt, diese nachzubasteln. Geschafft!
Ein wenig kniffelig, die Arbeit hat sich jedoch gelohnt.
Wunderschön, sehr kompakt und: es macht Spass sie zu öffnen!

Kleine Weihnachtsengel


Diese kleinen Engel kannst du ganz schnell selbst herstellen.
Du brauchst kleine Holzkugeln mit Loch, Federn und Schafwolllocken. Die Federn (2-3 hintereinander) werden in das Loch der Holzkugel und die Locken an die obere Seite der Kugel geklebt, so dass ein Gesichtchen frei bleibt. Dann ziehst du mithilfe einer Nadel einen Faden durch die Lockenschicht und schon kannst du den Engel zum Dekorieren verwenden oder verschenken ;)

Wunderschöner Stern aus Frühstückstüten

Hallo ihr Lieben,

lang ist es her, dass ich gepostet habe. Das werde ich heute nachholen ;)
In der Adventszeit locken viele kreative Basteleien. Ein paar davon werde ich euch hier zeigen.
Sehr beeindruckt hat mich ein super einfacher Stern, schnell nach zu basteln und bezaubernd schön...


Die Anleitung findest du hier.
Du brauchst sieben Frühstückstüten, Schere und Kleber.

Ich habe die Tüten zuerst einmal am offenen Ende begradigt. Dann werden die Seiten schräg abgeschnitten, die Tüten zusammengeklebt und auseinander gezogen.

Dienstag, 27. Oktober 2015

Gefütterte Walkhose für Kinder

Hallo ihr Lieben!

Heute möchte ich euch anhand einer Bildanleitung zeigen, in welchen Schritten ihr eine gefütterte Hose nähen könnt.


Ihr könnt dazu Stoffe als Meterware verwenden oder abgelegte Kleidungsstücke zweckentfremden.
 
Ich liebe das Upcycling, da ich durch die Wiederaufwertung Müll vermeide, mein Portemonnaie schone und sich der Arbeitsaufwand verringert ;)


Was ihr braucht
  • einen Hosenschnitt (hier: selbstentworfen)
  • warmen Stoff (roter Wollwalk)
  • dehnbaren Stoff (abgelegte Unterhose aus Rippware)
  • Bündchenware für das Bauchbündchen und die Tascheneingriffe
  • Stoffrest für die Knieschoner und Taschenbeutel (ehem. Jeansrock)
  • evtl. ein passendes Webband


Jetzt werden alle Teile zugeschnitten:

2x Vorderseite der Hose
2x Rückseite der Hose
2x Knieschoner
2x Taschenbeutel
1x Bauchbündchen 


Knieschoner und Webband werden auf die Vorderteile der Hose genäht.

Die Tascheneingriffe werden mit einem Streifen Bündchenware eingefasst und mit den Taschenbeuteln hinterlegt.
Diese näht ihr evtl. mit einem Zierstich von hinten an die Hosenvorderteile.


Nachdem ihr die Schrittnaht an Vorderhose und Hinterhose zusammengenäht habt, müssten eure einzelnen Hosenteile nun so aussehen.

Dann werden die Seitennähte und daraufhin die innere Beinnaht geschlossen.


Jetzt dreht ihr die Wolloberhose auf links und steckt die Unterhose in sie hinein.

Das Bündchen wird längs gefaltet und mit der Öffnung nach oben zwischen die beiden Hosen gelegt und festgesteckt, so dass alles an einer Kante abschließt. Zusammennähen.


Die Hose kann jetzt durch ein Hosenbein gewendet werden.

Ich habe nun die Beinlänge der Unterhose an die der Wolloberhose angeglichen, den Stoff beider Hosenbeinteile 0,5 cm zueinander eingeschlagen und festgesteppt, so dass die Kanten direkt aufeinanderliegen (auf dem Bild der fertigen Hose ganz oben ganz gut zu erkennen).


Den Bund habe ich mit einer Ziernaht versehen. Das sieht schön aus und dient gleichzeitig dazu, dass die Bündchennaht nicht so sehr aufträgt.


Ich hoffe, diese Anleitung hat euch gefallen und wünsche viel Spass beim eigenen Werkeln! Eure Jenny


Montag, 26. Oktober 2015

Gehäkelte Filzschuhe (2)

Das zweite Paar Filzschuhe in den Wunschfarben meines Sohnes ist fertig geworden...

Dies sind nun die Schluppen, die ich in der Waschmaschine filzen werde. Ich hoffe sehr, dass es ungefähr Größe 27/28 wird.


Die Schuhe sind im ungefilzten Zustand ca. 28 cm lang und 12/13 cm hoch.

Sie sind aus 100% Schurwolle und laufen beim Filzen laut Banderole ca. 30-40% ein. Mit Nadelstärke 7 (Empfehlung: 6-8) gehäkelt sind sie entsprechend weicher geworden als das vorherige Modell.

Ich habe einen Farbunterschied eingehäkelt, so dass der rechte und linke Schuh später nicht so leicht verwechselt werden ;).

Gehäkelte Filzschuhe (1)

Hausschuhe mit festen Sohlen sind bei meinem Sohn nicht der Hit, deshalb werde ich mich an Filzpuschen versuchen...

Diese hier habe ich gefertigt, um heraus zu bekommen, um wieviel % sie in der Waschmaschine schrumpfen.
Leider hat die Wolle nicht gereicht, um daraus Filzpuschen für mich selbst zu machen. Da sie in der Waschmaschine ca. 30-40% einlaufen, müsste ich sie noch viel größer häkeln.



Weil meinem Sohn die Farben nicht gefallen, werde ich sie vielleicht so belassen, wie sie sind, ungefilzt; und doch selber tragen ;)

Die Wolle ist aus 60% Schurwolle, 25% Merino und 15% Polyamid und wurde statt mit Nadeln Nr. 10-12 mit einer 8-er Nadel verhäkelt.

Dadurch sind die Schuhe schon jetzt sehr fest und stabil und man müsste sie nicht unbedingt filzen.
Somit werden die Kinderschuhe in Wunschfarbe nun ohne ein Versuchsmodell auskommen müssen...

Sonntag, 25. Oktober 2015

Lieblingshose

Mir ist aufgefallen, dass meine Herangehensweise an ein Projekt von großer Bedeutung für das tatsächliche Ergebnis ist. Oft habe ich einfach Lust, etwas zu machen und plane sehr sorgfältig, in welchen Schritten ich vorgehen muss, welche Wolle, Stoff, Muster, Schnitt ich verwende.
Solch ein gut vorbereitetes Projekt hat einen Vorteil: meist kommt das raus, was es werden sollte ;)

Am liebsten habe ich jedoch Projekte, bei denen ich von einem Schritt zum nächsten neu entscheide. Meist verwende ich dann abgelegte Kleidungsstücke und schaue, was dazu passt, so kann ich meiner Kreativität ihren vollen Raum lassen.


Oft erfordert es ein bisschen Überwindung, einfach drauflos zu schneiden. Hat man dann den ersten Schritt getan, macht die Arbeit Spass und ist erfolgreich.

Auch diese Lieblingshose meines Sohnes ist in solch einem Prozess entstanden. Einem alten Jeansrock (schon mit eingenähten Taschen) wurde wieder zu neuer Bedeutung verholfen. Orangener Stoff für die Knieschoner und passende Bündchen an die Hose genäht, fertig.